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Geschichte
und Herkunft des Weißen Schäferhundes
* (in Memorian an )
- zusammengetragen von Michael
Ulschmid
1882 und 1887 wurde auf einer Ausstellung in Hannover ein weißer
Schäferhund namens "Greif" ausgestellt. 1888 wurde die Hündin "Greifa" in
Hamburg, 1889 der Rüde "Greif II" in Kassel gezeigt. Diese 3 Hunde
befanden sich im Besitz des Baron von Knigge. Greif wurde von den Züchter
Friedrich Sparwasser gekauft und mit der Hündin "Lotte" verpaart. Aus
dieser Verbindung stammte die Hündin "Lene", welche nun bereits zur Hälfte
weißes Blut trug. "Lene" wiederum wurde mit "Kastor" verpaart, woraus dann
am 01.01.1895 der berühmte "Hektor Linksrhein" fiel. Max von Stephanitz
gründete im Jahr 1899 in Karlsruhe den "Verein für Deutsche Schäferhunde"
(SV). Als erstes Tier wurde der Rüde "Hektor Linksrhein" mit der
Zuchtbuchnummer SZ1 in das Zuchtbuch eingetragen und erfuhr auch noch
gleichzeitig eine Namensänderung in " Horand von Grafrath". "Horand" und
dessen Wurfbruder "Luchs Sparwasser" wurde nun bevorzugt als Deckrüden
eingesetzt. Da ihre Großväter ein Weisser war (Greif), trugen natürlich
auch viele ihrer Nachkommen diese Farbe. Bis in die dreißiger Jahre fielen
immer wieder Schäferhunde mit dieser Farbe und wurden auch in das
Zuchtbuch eingetragen.
Im
Jahre 1933 wurde dann aus unerfindlichen Gründen der Farbschlag verboten.
Alle weißen Welpen, (die es natürlich immer noch gab, wurden auf der
Stelle ausgemerzt. So kam es, das es in Europa fast keine weißen
Schäferhunde mehr gab. Um 1900 herum hielt sich das Königshaus der
Habsburger und Hohenzollern einen kleinen Bestand weißer Schäferhunde, die
sie auch für sich züchteten. Diese prachtvollen Tiere passten durch ihr
äußeres Erscheinungsbild hervorragend zum Ambiente und den lipizanischen
Pferden der Herrschaften. Ann Tracy, eine Amerikanerin mit Beziehungen zum
Königshaus lernte sie dort kennen und lieben. Kurzerhand importierte sie
einige der besten Zuchttiere und setzte sie für ihre Zucht in den USA ein.
Dort fielen natürlich auch immer wieder weiße Welpen. In Amerika wurden
dann im Laufe der Jahre einige Spezialvereine gegründet, teilweise wurde
Jahre später auch dort der Farbschlag "weiß" verboten. Nur waren die
Liebhaber der Rasse in USA hartnäckiger als in seinem Ursprungsland. Es
wurden Vereine zum Schutz und Weiterzucht des Weißen Schäferhundes
gegründet. Trotz aller Gegenmaßnahmen konnte er in Kanada und USA
überleben. In den 70iger Jahren wurden durch Herrn Kron , Schweiz, die
ersten Tiere wieder nach Europa gebracht. 1981 kaufte Herr Martin
Faustmann dort sein erstes Zuchtpaar für Deutschland. Hier jedoch wollte
die Weißen keiner haben, der SV weigerte sich weiterhin, die Farbe
anzuerkennen und natürlich auch, Zuchtpapiere auszustellen. Lediglich ein
sogenannter "Dessidenzverein" hatte Ohren für Herrn Faustmanns Anliegen.
Anhand des USA-Standards wurde "Champion von Kron" im Jahre 1981 auf der
Bundessiegerausstellung in Neuss von Richter Franz Thannheimer gerichtet.
Auf Antrag Faustmanns wurde die Rasse auf "Amerikanisch -Kanadischer
Weißer Schäferhund" umbenannt. Die Wiederkehr des Weißen Schäferhundes war
geschafft.
Wesen , Charakter und Erscheinungsbild
Er
entwickelt auch was sein Rudel angeht , eine erstaunliche Schutzfunktion -
vor allem Kinder sind seine Welt , er gilt als sehr kinderlieb. Die Weißen
sind sehr sensible Hunde, bei denen Schreierei rein gar nichts bringt, um
ihn zu einem gehorsamen Begleiter zu erziehen, braucht man viel Liebe ,
Geduld und Ruhe . Holt man sich aber solch einen Weißen Schäferhund in
seine Familie, sollte man wissen, dass er überall dabei sein möchte, auch
wenn noch so wenig Platz ist. Er will unbedingt bei seinem Rudel sein und
ist eigentlich der ständige Schatten seiner Bezugsperson . Er ist
todunglücklich, wenn er nicht bei denen sein kann, die er doch so
abgöttisch liebt und denen er vertraut .
* (in Memorian an )-
zusammengetragen von Michael Ulschmid |
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